Umbruch in Niefern-Öschelbronn: SPD-Gemeinderat wechselt zur CDU.
Niefern-Öschelbronn. Der Gemeinderat in Niefern-Öschelbronn hat sich nach der Kommunalwahl noch nicht in neuer Konstellation zusammengefunden, da lässt schon der erste Umbruch aufhorchen. Matthias Zick, der bislang für die SPD im Gremium saß und auf dieser Liste erneut kandidiert hatte, hat dem Vernehmen nach den Sozialdemokraten den Rücken gekehrt und sich der CDU angeschlossen.

Dies bestätigt der Ortsvorsitzende Alexander Kirbis auf PZ-Nachfrage: „Er kam erfreulicherweise auf mich zu und ist vergangene Woche in die CDU eingetreten.“ Kirbis selbst hatte den Einzug ins Gremium knapp verpasst – die CDU büßte einen Sitz ein. Diesen hat die Fraktion nun noch vor der konstituierenden Sitzung quasi wieder wettgemacht und ist künftig unverändert mit sechs Räten vertreten. Für die SPD bleibt Jürgen Aydt als Einzelkämpfer zurück.

Zick spricht von einem „Prozess“, der ihn zu dieser geführt habe. Er nennt Themen wie Wirtschaftspolitik, Digitalisierung, Infrastruktur, Kinderbetreuung, Zuwanderung und Integration sowie „damit verbundene Sicherheitsaspekte“, die ihn dazu bewogen hätten, sich politisch neu zu orientieren. Dass die SPD indessen über Verstaatlichung diskutiere, empfinde er als „realitätsfern“.

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